Viele Anbieter, viele Tarife.


Zurzeit bieten fast alle Anbieter die begehrten Flatrate-Tarife für Ihr Handy. Das bedeutet, dass Sie einen pauschalen Preis pro Monat zahlen und die Leistungen wie Telefonie, SMS, Internet bzw. Datenverarbeitung via Handy mit dieser Pauschale abgerechnet sind und keine weiteren Kosten auf Sie zukommen. Zumindest nicht, wenn Sie ausschließlich ins deutsche Festnetz oder mit netzinternen Handys telefonieren. So sollte man sich vor Anschaffung eines neuen Handys mit einem Flatrate-Tarif genau überlegen und vergleichen, bei welchem Mobilfunkanbieter Freunde, Verwandte und auch Arbeitskollegen oder Kunden unter Vertrag sind. Diese Flatrate-Angebote sind die Nachfolger von Freiminuten und Frei-SMS, welche früher die Kunden ködern sollten.

Es gibt viele verschiedene Handytarife mit vielen verschiedenen Inhalten und Leistungsbeschreibungen. Je nachdem, wie Ihr Telefonverhalten ist, finden Sie mit Sicherheit für jeden den richtigen Handytarif. Ihr Handytarif beschreibt die Bedingungen, die der Handynutzung zugrunde liegen. Der eigentliche Tarif gilt neben den AGB des Tarifpartners, also Mobilfunkanbieters, als wichtigste Leistungsbeschreibung. Letztlich liefert der Tarif die genaue Aufschlüsselung, wie lange Sie für welche Kosten telefonieren können, wie viele SMS Sie für welchen Preis von Ihrem Handy senden können und wie lange oder mit welchem Umfang an Datenvolumen Sie über Ihr Handy surfen können. Daneben gibt es eine Menge weiterer Angaben, die Ihr Tarif enthält. So finden Sie hier die Gebühr für den Anschluss bzw. die Aktivierung Ihres Handys bzw. Tarifs, die Höhe der monatlichen Grundgebühr, die Laufzeit des Vertrages, wie oben erwähnt auch die Preise für Gespräche aus dem eigenen Handynetz in das deutsche Festnetz und zu anderen Handy-Anbietern. Auch die Taktung der Abrechnung z.B. 60/1 wird in Ihrem Tarif eindeutig festgelegt. 60/1 bedeutet in diesem Falle, dass die erste Minute bei jedem Gespräch voll und danach sekundengenau berechnet wird.

Entgegen der Annahme der meisten ist der jeweilige Tarif nicht auf der SIM-Karte, die man ins Handy steckt, aufgeführt. Der Tarif ist in einer Datenbank hinterlegt und wird bei jeder kostenpflichtigen Aktion mit dem Handy von der SIM-Karte angefragt. Die Karte greift auf die hinterlegten Informationen zu und speichert Gesprächsdauer, gewählte Nummern und Mitteilungen in der Datenbank. Auf der Datenbank werden diese Handy-Daten ausgewertet und nach dem jeweiligen Tarif abgerechnet.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Klassifizierungen von Handy-Tarifen. Zum Einen den Tarif, bei dem der Nutzer vor oder nach der Nutzung Leistungsabhängig zahlt, zum anderen denjenigen, bei dem die Gebühren weitestgehend pauschal und fix abgerechnet werden. Ein gutes Beispiel für ersteren Fall sind die so genannten PrePaid-Tarife. Wie das Wort schon sagt, zahlen Sie hier vor der Handynutzung – und haben somit die volle Kostenkontrolle. Sie laden Ihr Handy quasi mit Guthaben auf, ganz genauso wie früher, als Sie mit einer Telefonkarte zum Telefonhäuschen gegangen sind und von dort das Guthaben auf der Karte abtelefoniert haben. Die Älteren unter uns erinnern sich daran… Bei Prepaid-Tarifen besteht keine Vertragsbindung, Handys können beim Kauf der ersten Guthabenkarte günstig mit erworben worden – oder man setzt die Prepaid-SIM-Karte einfach in ein älteres Handy ein, dass man noch zu Hause hat.

Zur Nutzung der vielseitigen Angebot rund um die Vernetzung des Handys mit dem Internet haben die Handy-Anbieter im Laufe der Zeit die Preise für die Datennutzung drastisch gesenkt. Zurzeit (2009) liefern sich die Anbieter einen Preiskampf über Flatrates mit vollständig integriertem Datenvolumen. So gibt es mehrere Anbieter, bei denen man für einen relativ günstigen Grundpreis quasi „kostenlos“ ins deutsche Festnetz, zu anderen Tarifpartnern derselben Handy-Firma telefonieren kann – und zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne Volumenbegrenzung mit dem Handy im Internet surfen kann.

Reguliert werden die Handytarife von der Europäischen Kommission. Es wurde bereits wiederholt in den Markt der Handytarife eingegriffen – so wurden zum Beispiel 2007 verbindliche Höchstgebühren für das Roaming, also die Preise für ein- und abgehende Gespräche in einem ausländischem Netz, festgeschrieben.