Surfen, Web 2.0, Konnektivität.


Fast jedes Handy auf dem deutschen Markt ist darauf ausgerichtet, dem Besitzer bestmöglichen Komfort und umfangreichste Bedienmöglichkeiten zu bieten. Das Handy von heute ist nicht mehr nur zum Telefonieren da. W-LAN und Internet sind schon lange Standard für die meisten Handys. Emails unterwegs abrufen, Fahrpläne anzeigen lassen, Öffnungszeiten checken – alles kein Problem mehr. Mit dem iPhone von Apple wurde im Bereich Konnektivität ein neuer Standard gesetzt, der sich kurzfristig weltweit durchgesetzt hat. Surfen im Internet, Bedienen von Web 2.0-Portalen wie Twitter und YouTube über besondere Applikationen, Chatten, Email-Empfang und Versand – das alles ist kein Traum mehr und der Markt der Zukunft.

Auch die Mobilfunkindustrie hat das erkannt und hat sich zum Ziel gesetzt, das mobile Internet fürs Handy möglichst schnell für alle verfügbar zu machen. Sogar die Netzbetreiber ziehen mit: so gibt es mittlerweile derart viele Vertragsangebote, dass ein genaues prüfen vor Abschluss eines Handy-Vertrags angebracht ist. Datenflatrate, Minuten-genaue-Abrechnung, Volumen-genaue-Abrechnung – witzigerweise werben die großen Unternehmen mehr mit diesen Parts Ihres Angebots als mit den Preisen für Telefonie. Allerdings ist das kein Wunder, denn die Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz plus mobil zu Vertragsinhabern des gleichen Anbieters gelten ja schon seit Jahren als absoluter Standard.

Begonnen hat die Entwicklung des heutigen Standards für fast alle Handys bereits in den 1990er Jahren. Schon damals war es möglich, mit dem Handy im Internet zu surfen. Allerdings war die Geschwindigkeit, mit der man sich per Handy auf der mobilen Datenautobahn bewegt hat, sehr langsam. Und von preiswerten Flatrate-Angeboten inklusive Datennutzung ohne Volumenbeschränkung konnte man zu dieser Zeit noch träumen.

Mit der Weiterentwicklung der Mobilfunktechnik wurde auch der Zugriff auf mobiles Surfen per Handy immer schneller und angenehmer. Wurde früher über den Standard GSM im Netz gesurft, so kann heute, neben dem Surfen über eine W-LAN-Verbindung über das HSDPA- und HSUPA-Netz, den Nachfolgern des UMTS-Netzes jederzeit mit sehr schnellen Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 Mbit/s im Download und 1,45 Mbit/s im Upload online surfen.

Durch die Möglichkeit der Nutzung solcher Geschwindigkeiten kommt ein weiteres Gimmick moderner Handys immer mehr zum Zuge:

 

Das Handy als Spielekonsole
Game Boy war gestern – Handy ist heute. Es gibt kaum ein Handy, das nicht schon von Werk aus über Spiele auf der Speicherkarte verfügt oder sich nicht wenigstens nachrüsten lässt. Das Angebot an Spielen für das Handy ist schier unbegrenzt und reicht von Gratis-Freeware über Einzelpreisangebote bis hin zur Spiele-Flatrate fürs Handy. Der potentielle Markt ist riesig und mit Sicherheit auch noch lange nicht erschöpft. Anbieter von Spielen und Applikationen für Handys schießen wie Pilze aus dem Boden. Man tut alles, um hier nicht den Anschluss zu verlieren. Riesige Gamingplattformen mit Community-Feauteres, wie zum Beispiel N-Gage  von Handyhersteller und Vorreiter des Handy Gamings Nokia, runden das derzeitige Profil ab. Hier kann sogar auf Ihrem Handy online gegen andere Spieler weltweit gespielt werden. Alle bekannten Genres werden bedient: der Golf-Fan geht mit Tiger Woods über die virtuelle 18-Loch-Handy-Runde, man führt virtuelle Kriege, fliegt Flugzeuge oder steuert mehr oder weniger bekannte Figuren durch Labyrinthe und ähnliche Hindernisse. Und alle großen PC-Spielehersteller sind mit von der Partie. Verkaufsschlager wie die Sims, Need für Speed und Tomb Raider gibt es auch fürs Handy. Die Bedienung der Spiele funktioniert über die Zahlentasten Ihres Handys, was sich bei dem Einen oder Anderen Spiel gern mal als schlechtes Game-Play herausstellt. Alles in allem aber ein Trend, welcher nicht mehr aufzuhalten ist. Das Handy der Zukunft wird sich auch dieser Herausforderung stellen müssen: die Steuerung von Handy-Spielen muss besser werden.